Her­ren Play­offs 2018 — Aus­blick Aachen

Endlich ist es wieder soweit: das Aach­ener Her­renteam fährt zu den Play­offs. Die let­zte Teil­nahme liegt schon sechs Jahre zurück.

Nach einer lan­gen Phase in der Aachen eine geset­zte Größe war, kann die Sai­son 2013/​14 als Umbruch gese­hen wer­den. Viele Spieler, die heute wichtige Stützen des Teams sind, kamen zu diesem Zeit­punkt nach Aachen, oder fin­gen ger­ade mit dem Sport an.

Das Team kon­nte vor allem durch das Engage­ment des heuti­gen Train­ers Gerold Frede stärker wer­den. In den ersten Jahren mit Gerold lag der Fokus auf den Basics und der Spiel­er­fahrung. Das Team kon­nte sich schnell an das Niveau der Lig­aspiele gewöh­nen und der Verbleib in der 1. Bun­desliga West war niemals in Gefahr. Bere­its in der Sai­son 2016/​17 machte sich die Mannschaft kurzzeitig Hoff­nung auf die Playoff-​Teilnahme, da man sich einen Sieg gegen Frank­furt, dem Dauer-​Zweiten der Liga, erkämpft hatte. Somit hatte man sich sel­ber eine kom­fort­able Aus­gangssi­t­u­a­tion geschaf­fen. Jedoch scheit­erte es in den let­zten Spie­len an der eige­nen Konzen­tra­tion und wir ver­gaben Punkte an die Konkurrenz.

Die Sai­son 2017/​18 in der 1. Bun­desliga West hat seine ganz eigene Geschichte. Frank­furt, trotz Punk­tabzüge, hoch motiviert sich die Chance auf eine Playoff-​Teilnahme zu erhal­ten, fuhr einen Sieg nach dem anderen ein. Uns Aach­en­ern war bewusst, dass man sich keine Patzer erlauben durfte. Die ersten Saison­spiele gegen die Konkur­renten aus Mün­ster und Düs­sel­dorf kon­nten jew­eils erst in Over­time bzw. Sud­den Death entsch­ieden wer­den. In den Spie­len zeigte unser Team, dass es Wil­lensstärke und Kampfgeist besitzt. Die Nieder­lage gegen den Bundesliga-​Neuling Biele­feld offen­barte wiederum, wie hoch der Konkur­ren­z­druck war und dass es unserem Team in gewis­sen Sit­u­a­tio­nen noch an Erfahrung fehlt. Eine Playoff-​Teilnahme rückte in weite Ferne, als beide Spiele gegen Frank­furt ver­loren gin­gen.
Im Heim­spiel gegen Köln gelang uns jedoch der Über­raschungssieg. Köln auf manchen Posi­tio­nen etwas geschwächt, erkämpften wir uns mit vollem Ein­satz drei Punkte. Die fol­gen­den Spiele kon­nten wir jew­eils knapp für uns entschei­den und mit dem let­zten Heim­spiel wurde das Playoff-​Ticket gelöst.

Sicher­lich denken sich ein paar Lacrosse Fanatiker beim Lesen dieser Zeilen schon die ganze Zeit: Wird Aachen in den Play­offs über­haupt eine Schnitte haben?
Auf der ein oder anderen Inter­net­seite wollte man gar nicht erst daran glauben, dass unser Team gegen Köln gewin­nen und die Tabelle auf den Kopf stellen kön­nte. Doch die oberen Absätze sollen kurz darstellen, wie ver­rückt es in unserem Sport laufen kann und wie sehr das Team an einem pos­i­tiven Aus­gang arbeitet. Der Begriff des „pos­i­tiven Aus­gangs“ muss jedoch während der Play­offs definiert werden.

Der Geg­ner im ersten Spiel steht fest: Köln. Mit Sicher­heit in der Bre­ite stärker aufgestellt als bei der Nieder­lage vor eini­gen Wochen, wer­den die Köl­ner alles darangeben, bei den Play­offs nichts anbren­nen zu lassen.
Im zweiten Spiel tre­f­fen wir dann auf einen Geg­ner, den wir über­haupt nicht ken­nen. Sicher­lich eine schwere Sit­u­a­tion, doch auch wir sind anderen Vere­inen aus Deutsch­land unbekannt. Jeder im Kader ist bis in die Haar­spitzen motiviert und unter Garantie wird jede Energie auf dem Platz gelassen.