Her­ren Play­offs 2018 — Aus­blick Stuttgart

In einem herzzer­reißen­den Entschei­dungsspiel in den let­ztjähri­gen Play­offs gegen den anschließen­den Meis­ter KKHT Schwarz-​Weiß Cologne Indi­ans, musste sich der ABV nach 0:7-Rückstand sehr unglück­lich 7:8 geschla­gen geben und die Heim-​DM lediglich als Ver­anstal­ter und Zuschauer verfolgen.

Die neue Sai­son stand sodann unter dem großen Schlag­wort „Umbruch“. Viele arriv­ierte und langge­di­ente Spieler, zum Teil aus der Meis­ter­mannschaft von 2013 hängten ihre Sticks an den Nagel und suchten sich neue Her­aus­forderun­gen im Pri­vatleben. Das Train­erges­pann Jimmy Jones und Jan Miof­sky hatte die span­nende Auf­gabe zu bewälti­gen ein neues homo­genes und zugle­ich wet­tbe­werb­s­fähiges Team zu for­men. Neue Spieler ver­stärk­ten das Team, Spieler aus der Jugend oder der zweiten Mannschaft drängten sich auf und zugle­ich war ein Kern an erfahre­nen Spiel­ern weit­er­hin motiviert in der Meis­ter­schaft im Süden oben mitzus­pie­len. Diese Kom­bi­na­tion aus Erfahrung mit der Durch­läs­sigkeit für junge und neue Spieler sorgte für einen neuen, kaum gekan­nten Teamgeist.

Während abge­se­hen vom sou­verä­nen Bundesliga-​Süd-​Meister aus München jedes Team in der Hin­runde Mühe hatte sein besten Spiel aufs Feld zu bekom­men und teil­weise ungeah­nte Schwächen zeigte, schaffte es der ABV mit lediglich einer Nieder­lage in München sich in der unberechen­baren Südliga schad­los zu hal­ten. Dies lag ins­beson­dere an der starken Defense, die in Natio-​Goalie Jimmy Jones einen unverzicht­baren Rück­halt hatte.

Der Spring­ball auf der heimis­chen Wal­dau zeigte in der Vor­bere­itung auf die heiße Phase der Rück­runde viel Licht, aber auch Schat­ten. So offen­barte sich ins­beson­dere gegen die starken Teams aus Köln und München, dass das Team streck­en­weise mehr als ordentlich mithal­ten kon­nte, gle­ich­wohl die Konzen­tra­tion in der zweiten Hal­bzeit teil­weise völ­lig abging und man so sehr fehler­an­fäl­lig wurde.

In der Rück­runde kristallisierte sich schließlich her­aus, dass ins­beson­dere der dritte und mithin der let­zte Platz der Tabelle, der für die Play­offs berechtigt, hart umkämpft sein würde. Karl­sruhe ver­ab­schiedete sich über­raschend früh aus dem Ren­nen und so war es schließlich die ehe­ma­lige Spiel­ge­mein­schaft aus Würzburg und Erlan­gen, welche den Platz unter sich aus­machen soll­ten. Ins­beson­dere auch durch den Fehltritt des ABV bed­ingt, der in einem völ­lig unmo­tivierten Spiel in Würzburg über­raschend mit 9:7 das Nach­se­hen hatte. Erlan­gen set­zte sich schließlich überzeu­gend durch und hatte am vor­let­zten Spieltag nochmal die Möglichkeit durch einen hohen Sieg zuhause dem ABV den zweiten Platz stre­itig zu machen. In einer an Span­nung kaum zu über­bi­etenden und teil­weise hitzig geführten Lacrosse-​Schlacht kon­nte sich der ABV schließlich mit 9:8 und dem Siegtr­e­f­fer zehn Sekun­den vor Game­time durch­set­zen und den zweiten Platz im Süden zemen­tieren. Let­ztlich sou­verän qual­i­fizierten sich die AllerBesten­Fre­unde mit elf Siegen bei drei Nieder­la­gen für die Playoffs.

Für viele Spieler ist es die erste Teil­nahme an der Post-​Season, entsprechend groß ist die Vor­freude. Der ABV reist mit einer entspan­nten und all­seits bekan­nten „Alles-kann-nichts-muss“-Einstellung nach Berlin und freut sich mit den besten Teams aus Deutsch­land zu messen, sein bestes Lacrosse zu spie­len und dann zu schauen, was passiert ist.