Her­ren Play­offs 2018 — Aus­blick München

Das Ziel für die Play­offs ist für den HLC Rot-​Weiß aus München auch dieses Jahr wieder klar: die let­zte DM ohne Münch­ner Beteili­gung war zwar aus­gerech­net in München, aber auch schon 11 Jahre her. Der let­zte Finalsieg liegt allerd­ings jetzt auch schon drei Jahre zurück und ins­beson­dere die Final­nieder­lage im ver­gan­genen Jahr ist schwer ganz aus den Köpfen zu bekom­men. Wie geht eine Münch­ner Mannschaft dieses Jahr mit diesem Druck um?

Auch dieses Jahr kann München wieder auf einen tiefen Kader set­zen. Im Tor steht unverän­dert Har­ald „Harry“ Haberl und hofft auch in den Play­offs extrem starke Leis­tun­gen wie zum Beispiel im Lig­aspiel gegen Stuttgart abliefern zu kön­nen. Als Alter­na­tiven kön­nen die bei­den Goalie-​Neulinge Julian Laux und Philipp Jaworski auch auf respek­table Leis­tun­gen in Lig­aspie­len zurückschauen.

Vor dem Tor steht in guter München Tra­di­tion ein Defense Boll­w­erk – auch wenn die Ergeb­nisse der Lig­aspiele eigen­tüm­licher Weise rel­a­tiv viele Gegen­tore aufweisen, haben 100% der München Long­sticks Nationalmannschafts-​Erfahrung auf U19 und Herren-​Ebene. Seniore Abgänge in der Vertei­di­gung im let­zten Jahr wur­den hier schnell durch junge Spieler wie Vivo von Streit oder Con­rad Besner aufgefüllt.

Im Mit­tel­bau gibt es keine großen Verän­derun­gen und um den Kapitän und National­mannschaft­skapitän Wolf­gang Grießl steht ein Mit­telfeld im Alter zwis­chen 20 und Mitte 30 welches vor allem eine starke Defense-​Orientierung mit­bringt. Hier hängt es stark von der geg­ner­ischen Vertei­di­gung ab, ob Münch­ner Mit­telfeld­spieler eher Pass­ge­ber sind oder sel­ber die Torschüsse suchen. Am Face-​off muss sich neben dem rou­tinierten Michi Wolter dieses Jahr Boris Sev­er­sky beweisen. Dieser wech­selte erst im Früh­jahr aus beru­flichen Grün­den nach München und es bleibt offen, wie er bei einem Turnier wie den Play­offs von seiner inter­na­tionalen Erfahrung mit dem Slowakischen Nation­al­team prof­i­tieren kann.

Im Angriff setzt München weiter auf das vom Boxlacrosse geprägte Zusam­men­spiel von Tim Wun­der­lich und Kieran Gar­land, die sich beide nicht scheuen von hin­ter dem Tor mit Kör­pere­in­satz zu attack­ieren. Gepaart mit der Spiel­er­fahrung eines Lorenz Lehmhaus entsteht eine Ein­heit im Angriff die die geg­ner­ische Defense arbeiten lassen soll. Die Ergeb­nisse der Lig­aspiele sind oft sehr ein­deutig, aber auch hier gab es Sit­u­a­tio­nen in denen gerne mehr Tore hät­ten fallen kön­nen und es bleibt offen wie kampfer­probt ein Münch­ner Angriff tat­säch­lich ist wenn es drauf ankommt.

Das Team von Coach Loomis hat gemäß dem Sprich­wort „aller guter Dinge sind drei“ defin­i­tiv ein klares Ziel vor Augen. Die große Her­aus­forderung ist wie so oft men­tal. Es kommt vor allem drauf an sich flex­i­bel auf Geg­ner ein­stellen zu kön­nen und eine gute Mis­chung aus Eis im Kopf und Feuer im Herzen zu finden.